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Das World Wide Web Consortium gibt DOM Level 1 als eine W3C-Empfehlung heraus

Interoperabilität für dynamische Web-Seiten and XML-Anwendungen

 

(also available in Dutch, English, French, Japanese and Swedish)

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http://www.w3.org/ -- 1 Oktober, 1998 -- Um das Web in seinen Möglichkeiten voll auszuschöpfen, hat das World Wide Web Consortium (W3C) heute die Document Object Model Level 1 Specification als eine W3C-Empfehlung herausgegeben. Die Spezifikation bezieht sich auf die Einigung der relevanten Industrie auf eine Standard-API (Applications Programming Interface) zur Handhabung von Dokumenten und Daten durch eine Programmiersprache (wie zum Beispiel Java oder ECMAScript). Eine W3C-Empfehlung zeigt an, daß eine Spezifikation stabil ist, zur Interoperabilität im Web beiträgt und von der W3C-Mitgliederschaft überprüft wurde, die die Übernahme durch die Industrie befürwortet.

Entworfen und entwickelt durch die "W3C Document Object Model (DOM) Working Group" definiert diese Spezifikation die Grundlage einer plattform- und sprachneutralen Schnittstelle um dynamisch auf den Inhalt, die Struktur und das Style Sheet eines Dokumentes zuzugreifen und sie zu verändern. Das DOM Level 1 stellt einen Standardsatz an Objekten zur Verfügung, um HTML und XML Dokumente und Daten zu repräsentieren, ein Standardmodell, wie diese Objekte verknüpft werden können und eine Standardschnittstelle für Zugriff und Veränderung. "The DOM Level 1 Recommendation not only provides Web authors with the interoperability they need, it also unifies how HTML and XML tools for documents and data will be extended," sagt Lauren Wood (SoftQuad, Inc.), Vorsitzender der "W3C DOM Working Group".

Das W3C hat bereits begonnen, über künftige Levels des Document Object Model zu diskutieren. Diese Levels werden zusätzliche Funktionalität bereitstellen, wie die Möglichkeit auf das Style Sheet und die Struktur eines Dokuments zuzugreifen und sie zu verändern. Arnaud Le Hors, W3C's DOM Activity Lead, erklärt: "The DOM Level 1 Recommendation is a major milestone for this work, and we look forward to extending the functionality based on this foundation."

Die Schlüsselfirmen der Szene haben ihre Expertise in der W3C DOM Working Group eingebracht: ArborText, IBM, iMall, INSO, JavaSoft, Microsoft, Netscape, Novell, Object Management Group, SoftQuad, Inc., Sun, Texcel.

Interoperable dynamische Web-Seiten

W3Cs HTML 4.0 bietet Autoren ein Standardverfahren, um Scripts in ein Dokument einzubinden, aber es legt nicht fest, wie diese Scripts den Inhalt, Struktur und das Style Sheet des Dokuments verändern können. Verschiedene Hersteller bieten bereits mächtige Mechanismen um dies zu tun, aber diese Mechanismen arbeiten nicht immer mit unterschiedlichen Softwarepaketen. Das DOM definiert eine Standard-API, die es Autoren erlaubt, Programme zu schreiben, die ohne Änderungen mit Werkzeugen und Brwsern unterschiedlicher Hersteller zusammenarbeiten.

Interoperable Software für XML Tag-Sets

DOM wurde nicht nur für HTML entworfen. XML's inhärente Erweiterbarkeit macht das DOM noch wertvoller für XML-Designer. Die Standard-DOM Schnittstelle erlaubt es ihnen, Software (ähnlich zu plug-ins) zu schreiben, um angepaßte tag-sets in einer Sprach- and Plattformunabhängigen Weise zu behandeln. Eine Standard-API wird es vereinfachen, Module zu entwickeln, die in unterschiedlichen Anwendungen wiederverwendet werden können.

Weitere Informationen über DOM befinden sich hier: http://www.w3.org/DOM/



Über das World Wide Web Consortium [W3C]

Das W3C wurde gegründet, um das volle Potential des Webs durch die Entwicklung von einheitlichen Protokollen, die seine Entwicklung fördern und die Interoperabilität sicherstellen, auszuschöpfen. Es handelt sich um ein internationales Industrie-Konsortium, das gemeinsam vom MIT Laboratory for Computer Science (LCS) in den USA, dem National Institute for Research in Computer Science and Control (INRIA) in Frankreich und der Keio University in Japan geführt wird. Das Konsortium bietet folgende Dienstleistungen: Informationen über das World Wide Web für Entwickler und Benutzer; Referenz-Code-Implementationen zur Erarbeitung und Förderung von Standards sowie verschiedene prototypische und Musteranwendungen, um den Einsatz der neuen Technik zu demonstrieren. Gegenwärtig sind mehr als 255 Organisationen Mitglieder des Konsortiums.

Für weitere Informationen über das World Wide Web Consortium, siehe http://www.w3.org/

 
$Date: 1999/01/21 10:10:22 $