W3C

World Wide Web Consortium kürt P3P 1.0 zur W3C Recommendation

P3P erlaubt Nutzern eine bessere Kontrolle über die Nutzung ihrer personenbezogenen Daten

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Dies ist die Übersetzung der Pressemitteilung:World Wide Web Consortium Issues P3P 1.0 as a W3C Recommendation. Übersetzung: Rigo Wenning

(Die Presseerklärung ist ebenso in Französisch, Japanisch und Englisch verfügbar).

Siehe auch die Referenzen von Beteiligten und Interessierten.


http://www.w3.org/ -- 16 April 2002 -- Das World Wide Web Consortium (W3C) kürt die Platform for Privacy Preferences (P3P) 1.0 zur W3C Recommendation. Die P3P-Spezifikation dokumentiert eine industrieübergreifende Vereinbarung über eine XML-basierte Sprache zur Darstellung von maschinenlesbaren Datenschutzerklärungen. Die Kür von P3P zur W3C Recommendation besagt, dass die Spezifikation stabil ist, zur Interoperabilität des Webs beiträgt und von den W3C-Mitgliedern geprüft und für eine allgemeine Übernahme befürwortet wurde. P3P wurde von einer Arbeitsgruppe des W3C entwickelt, der Datenschutzbeauftragte, führende Köpfe des Web und multinationale E-commerce - Firmen angehören.

Web site privacy policies are good, but understanding privacy policies is better, sagte Tim Berners-Lee, W3C Director. P3P serves as the keystone to resolving to larger issues of both privacy and security on the Web. (Datenschutzerklärungen sind gut, sie zu verstehen ist besser sagte Tim Berners-Lee, der Direktor des W3C.P3P dient als Eckpfeiler für die Lösung des allgemeineren Problems von Privatsphäre-Schutz und Sicherheit im Web.)

P3P gibt Nutzern die Information für ihre Entscheidungen

Das Platform for Privacy Preferences Project (P3P) 1.0, entwickelt vom W3C, ist ein einfaches, standardisiertes und automatisiertes Protokoll Mittel für Nutzer, eine bessere Kontrolle über die Verarbeitung ihrer personenbezogener Daten durch besuchte Web-sites zu erhalten.

Im Kern ist P3P ein standardisierte Liste von multiple-choice Fragen. Diese Fragen decken alle wesentlichen Aspekte einer Datenschutzerklärung im Web ab. Alle Antworten -übersetzt in XML- ergeben eine maschinenlesbare Fassung der Datenschutzerklärung einer Web-site. Es entsteht ein klares Bild, welche Daten von einer Web-Site zu welchem Zweck genutzt werden.

Aufgrund der Maschinenlesbarkeit kann die Erklärung nun von Software interpretiert und automatisch mit den Präferenzen des Nutzers verglichen werden. P3P verbessert die Kontrollmöglichkeiten des Nutzers, weil es die Datenschutzerklärung auffindbar macht. Die Erklärung wird verständlich und strukturiert. Nutzer haben nun eine informationelle Basis für ihre informationelle Selbstbestimmung.

With P3P we are enabling the development of a whole new class of Web tools and services that will help users protect their privacy while streamlining ecommerce transactions,explained Daniel J. Weitzner, W3C Technology and Society Domain Leader, The fact that the Web now has a standard language for describing privacy practices will enable a new level of transparency in Web-based interactions. The added facility for dealing with privacy issues will be especially important with mobile and other new forms of Web access.(Mit P3P ermöglichen wir die Entwicklung einer neuen Generation von Web-tools und -Diensten, die einerseits dem Nutzer beim Schutz seiner Privatsphäre helfen und andererseits dem e-commerce den Datenfluss bei Transaktionen erleichtern, erklärte Daniel J. Weitzner, W3C Technology and Society Domain Leader, Die Tatsache, dass das Web nun eine standardisierte Sprache zur Beschreibung der Datenschutzpraxis hat, wird zu einem neuen Grad on Transparenz in der Web-basierten Kommunikation führen. Die neuen Möglichkeiten für den Datenschutz werden insbesondere wichtig für den Web-Zugang per Handy und andere neue Formen des Zugangs.)

P3P ist das Ergebnis einer internationalen Kooperation

P3P gründet sich auf der Konsens basierten Standardisierungsprozedur des W3C. Unter der Leitung von Dr. Lorrie Cranor -AT&T Labs-Research- haben führende Institutionen aus Wissenschaft, Verwaltung und Industrie bei der Entwicklung von P3P mitgewirkt. Beteiligt waren unter anderen 180solutions.com; Akamai Technologies; American Express; America Online, Inc.; AT&T; AvenueA; CDT; Charles Schwab Consultants; Doubleclick Inc.; Electronic Network Consortium, Japan; Engage; Ericsson; IBM; IDcide; Independent Center for Privacy Protection Schleswig-Holstein, Germany; Internet Education Foundation; Joint Research Center of the European Commission; Microsoft; NEC; Ontario Office of Information and Privacy; PrivacyBank; sowie geladene Fachleute. Viele haben ihre Unterstützung erklärt, einige haben P3P Software Implementierungen angekündigt.

International representation was key to providing a privacy vocabulary that meets diverse needs and requirements, explained Rigo Wenning, W3C Privacy Activity Lead. The Working Group also benefitted from the joint presence of industry, public authorities and academics. The design of P3P takes into account the multitude of privacy frameworks all over the world. (Die Internationalität der Gruppe war eine wesentliche Voraussetzung für die Entwicklung eines Vokabulars, das verschiedensten Anforderungen genügt, sagte Rigo Wenning, W3C Privacy Activity Lead. Ausserdem profitierte die Arbeitsgruppe von der Präsenz aus Industrie, öffentlichen Stellen und Wissenschaft. Das Design von P3P berücksichtig die Vielzahl verschiedener Rahmenbedingungen für Datenschutz in der Welt. )

Ausblick: Implentierung Bitte

Die Liste des W3C für P3P-fähigen Web sites und für P3P software wächst weiter. Sie enthält Plug-ins und Browserimplementierungen, Software zur Erstellung von P3P-Policies und den P3P validator.

Die P3P Working Group des W3C plant eine Weiterführung der Hilfe für Web-sites, die P3P implementieren wollen. Zusätzlich zur P3P Homepage können unter anderem folgende weitere nützliche Quellen genannt werden: p3ptoolbox.org in Kooperation mit der Internet Education Foundation und die JRC P3P demonstration and research Platform. Das W3C stellt weiterhin Diskussionsforen für P3P-Interessierte zur Verfügung.

Über das World Wide Web Consortium [W3C]

Das W3C wurde gegründet, um das volle Potenzial des Webs auszuschöpfen. Dazu werden einheitliche Protokolle entwickelt, die den Fortschritt des Webs fördern und seine Interoperabilität sicherstellen. Das W3C ist ein internationales Industrie-Konsortium, das gemeinsam vom MIT Laboratory for Computer Science (MIT LCS) in den USA, dem Institut National de Recherche en Informatique et Automatique (INRIA) in Frankreich und der Keio-Universität in Japan geführt wird. Das Konsortium bietet folgende Dienstleistungen: Informationen über das World Wide Web für Entwickler und Benutzer sowie verschiedene prototypische und Musteranwendungen, um den Einsatz der neuen Technik zu demonstrieren. Gegenwärtig sind mehr als 500 Organisationen Mitglieder des Konsortiums. Weitere Informationen finden Sie unter http://www.w3.org/

P3P ist eine in den USA registrierte Wortmarke des World Wide Web Consortium.